News > Belastungen für Familien steigen – Psychische Auswirkungen sind die Folge

am 29.4.2020
Kinder-Schüler-Eltern Beratungshotline des ÖBVP bietet Hilfe bei psychischer Überlastung

Wien (OTS) - Familien sind derzeit besonders stark gefordert. Die Gründe und Probleme sind vielfältig und verändern bzw. steigern sich wöchentlich. Durch das Wegfallen der Betreuungsangebote waren Familien in den letzten Wochen gezwungen, sich selbst zu organisieren. In manchen Familien sind alle Familienmitglieder täglich zu Hause, beschäftigt mit Telearbeit und Schulaufgaben.
Sozial schwächere Familien, wo nicht alle Kinder ein eigenes Zimmer haben, nicht ausreichend Computer vorhanden sind, drohende Arbeitslosigkeit der FamilienerhalterInnen im Raum steht, sind in dieser Zeit aber wohl am meisten gefordert und brauchen vermehrt Unterstützung.

Aktuell haben Familien aufgrund der bevorstehenden Schulöffnungen die Aussicht auf eine Veränderung dieser Ausnahmesituation. Für manche ein Lichtblick, für andere bedeutet dies jedoch wieder neue Herausforderungen. Manche Eltern etwa müssen nun wieder außerhalb des Homeoffice arbeiten, der Schulbesuch wird jedoch nicht täglich stattfinden. Sorgen und Nachwirkungen der Corona-Krise, etwa finanzielle, werden weiterhin präsent sein und belasten die ganze Familie.

Wenn Struktur im Alltag und soziale Kontakte fehlen

Kinder und Jugendliche brauchen gewohnte Abläufe. Regelmäßige Essens-, Schlafens- und Lernzeiten geben ihnen das Gefühl von Halt und Sicherheit. Fehlen solche Strukturen im Alltag, kommt es leichter zu Unzufriedenheit, Chaos und Streitereien.
Die auch weiterhin sehr eingeschränkten Sozialkontakte sind vor allem für Jugendliche sehr belastend. Die fehlende Perspektive, dass sich auf längere Sicht die Lage grundlegend verändern wird, führt bei manchen jungen Menschen zu Hoffnungslosigkeit und depressiver Verstimmung. Auch das Aggressionspotential steigt. Gewalt in der Familie ist auch ein Thema, das nicht unbeachtet bleiben darf.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Viele Familien werden auch nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen mit Problemen und Hürden zu kämpfen haben. „Psychotherapie ist ein Auffangnetz für seelische Belastungen. Wird rechtzeitig damit begonnen, können fatale Auswirkungen und Langzeitschäden verhindert werden.“, betont Mag.ª Barbara Haid, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Mitglied des ÖBVP-Präsidiums.
Laut MHAT-Studie (Philipp , J „Mental Health in Austrian Teenagers”, 2014 ) zeigen rund 24% der Jugendlichen in Österreich Symptome einer psychischen Erkrankung. Weniger als 50% der Jugendlichen mit einer psychischen Auffälligkeit nehmen professionelle Hilfe in Anspruch.

PsychotherapeutInnen helfen!

Kindern, Jugendlichen und auch deren Eltern soll in dieser herausfordernden Zeit eine Möglichkeit geboten werden, gehört zu werden. Die Versorgung psychischer Gesundheit ist gerade in dieser kritischen Zeit von großer Bedeutung. Junge Menschen sollen mit ihren seelischen Befindlichkeiten nicht alleine gelassen werden. Darum bietet der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) professionelle telefonische Unterstützung für Eltern, Kinder und Jugendliche an:

Kostenlose Kinder-Schüler-Eltern Beratungshotline des ÖBVP
Telefon: 0512 56 17 34

Montag – Freitag 14.00 bis 16.00 Uhr

Die PsychotherapeutInnnen des ÖBVP mit Weiterbildung in Säuglings-, Kinder und Jugendlichenpsychotherapie unterstützen und begleiten Familien in dieser Ausnahmesituation.

Wer sich direkt bzw. längerfristig an eine PsychotherapeutIn wenden möchte, findet in der PsychotherapeutInnen-Suche des ÖBVP österreichweit PsychotherapeutInnen mit Weiterbildung in Säuglings-, Kinder und Jugendlichenpsychotherapie. Die meisten bieten in der Corona-Krise Psychotherapie auch via Telefon und Internet an.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Mag. Barbara Zsivkovits
Öffentlichkeitsarbeit
01/512 70 90-23
oebvp.zsivkovits@psychotherapie.at
www.psychotherapie.at
#psychotherapiehilft

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https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200429_OTS0093/bel...
Quelle: OTS0093, 29. April 2020, 10:43



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